Bitterschokolade war für mich früher in der Inbegriff von Alter.

Nur alte Menschen mögen Bitterschokolade! 

Bei Familienfeiern aßen diese nur alte Leute.
Also aus meiner Perspektive. 

Die Leute um die 30, 40 und waren echt alt! 

Über 40 waren alle Rentner.

Neulich habe meine Vorliebe für Bitterschokolade entdeckt und im zweiten Moment war ich entsetzt, dass ich mich jetzt auch in diesen Zeitalter des Rentner Daseins befinde…
Zumindest dachte ich früher, dass man mit über 40 kurz vor der Rente steht und das Leben gelaufen ist. 



Ich bin happy, dass es nicht so ist!


Ist das nicht herrlich, dass sich diese Vorstellung nicht bewahrheitet hat?

Ich fühle mich alles andere als kurz vor der Rente!

Aber es machen sich doch so kleine Dinge bemerkbar.
Ich brauche wohl nicht zu erzählen, was alles dazu gehört, das weiß jede von uns.

 Was mich aber besonders bestürzt hat, war die Tatsche, dass ich nicht mehr in dem Ausmass joggen gehen konnte.

Ich bemerkte, wie mein Beckenboden nachließ. 

Klar wusste ich, dass die Hormonumstellung in vollem Gang ist. 

Die Bänder lockern sich, das Gewebe gibt nach, Müdigkeit und schwitzen kommen immer öfter vor.
Aber dieses Schweregefühl im Becken. Und das hier und da ein paar Tropfen daneben gingen, machten mich stutzig.
Meine Gedanken: `Ich bin ich doch Physiotherapeutin und mir dürfte sowas doch nicht passieren.`

Und ja, es ist passiert.

Nein, so wollte ich nicht älter werden!


Dann kam das Testosteron zum Zug!

Das Gute an den Wechseljahren ist, dass wir meist einen Testosteron Überschuss haben.

Dieser macht uns aktiv, manchmal auch aggressiv ;-), Das können wir uns zu Nutze machen.
Wir schmeißen die Jobs über Bord, fangen nochmal neu an, entdecken uns neu.
Ich wollte diesen Hormonschub auch nutzen.

Ich liebe meinen Beruf und bin immer wieder fasziniert, welche Möglichkeiten er mir eröffnet.
In jeder Lebensphase habe ich die richtigen Dinge für mich entdeckt, die ich in meinen Beruf einfließen lassen konnte.

So nutzte ich meine neu gewonnene Energie und beschäftigte ich mich mit dem Bereich des Beckenbodens. 

Und nach und nach sammelte ich Erfahrungen, machte Fortbildungen. Ich war Testperson und Lernende in einem. 

Glücklich war ich, als ich immer besser joggen konnte. 
Und sogar ein Hustenanfall während des Laufens machte mir nichts mehr aus.

Da dachte ich für mir: `Super, es hat sich gelohnt!`

Die Energie in eine bestimmte Richtung zu lenken und dadurch das Problem zu bewältigen!



Unser Gehirn ist in der Lage viel und beständig zu lernen und auch unsere Muskulatur kann das.
Es ist nie zu spät.


Diese Erkenntnis möchte ich gern weitergeben, denn

keine Frau muss mit diesen Problemen leben!
Es gibt immer eine Lösung!


Für mich sind die Wechseljahre nichts besonderes.
Im Gegenteil.
Sie fordern uns heraus und mit der Erfahrung der Lebensjahre wird es zu einer spannende Reise, die uns verändert.
Es ist der Lauf der Dinge.
Wir können es nicht beeinflussen, aber wir können den Umgang damit erleichtern.

Mit Sport und Bewegung.

Aus meiner langen Erfahrung als Physiotherapeutin ist es das Wichtigste, dass wir körperlich und geistig in Bewegung bleiben.

Darin liegt das Geheimnis eines guten und glücklichen Lebens für mich.

Die Wechseljahre sind Veränderung. 


Für mich sind sie eine Chance!

Ein dickes Dankeschön geht an Gela Lör, die diese wunderbare Idee der Blogparade hatte.
Mehr Artikel könnt Ihr hier lesen.

Einen der tollen Artikel von Sabine Brüß findet Ihr hier!