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Beckenboden- verletzungen

Beckenboden- verletzungen

Behandlungen des Beckenbodens bei Abriss des Muskels M.Levator Ani

Bei einem teilweisen oder kompletten Abriss des M.Levator ani gibt es im Moment keine Operationen, die diesen Muskel wieder „annähen könnten“
Grund dafür ist, dass das Nervengeflecht  so stark verzweigt ist, dass es zu Verletzungen während einer Operation kommen kann.

Was zur Zeit gemacht wird, ist, dass ein Netz eingesetzt  wird.
Dieses  Beckenbodennetz  soll die Funktion des Beckenbodens unterstützen.

Danach ist in jedem Fall mit einem Beckenbodentraining  zu beginnen.
Dabei ist die kontinuierliche Regeneration Muskelgewebes zu beachten.

Dies ist ein sehr wichtiger Prozess, denn dadurch kann sich der Muskel den neuen Belastungen anpassen.
Und das macht auch seine Trainierbarkeit aus.

Außerdem spricht man bei Muskelverletzungen von Regeneration und nicht von Wundheilung, denn ein Muskel ist in der Lage identisches Gewebe neu zu generieren.

Nach einer Muskelverletzung, wie auch beim einem Levatorani – Abriss, bilden sich Kollagene.
Diese bilden ein Netzwerk.
Zunächst ist zwar noch alles durcheinander, aber bei funktionsrichtigem Verhalten werden die Fasern wieder in die Richtung geleitet.

Dies können wir mit durch therapeutische Anleitung  zum Atmen, richtigem Verhalten und entsprechenden Übungen, die dem Faserverlauf des Muskels folgen, beeinflussen.

Aber ohne Probleme geht es doch nicht.

Während der Wundheilung kann im Muskel eine bindegewebige Veränderung stattfinden.
Das heißt im Klartext:
Muskelgewebe wird zu Bindegewebe.

Wie können wir das verhindern?
Dazu müssen wir die Uraschen kennen.
In der Regel ist es der Mangel oder das Fehlen von physiologischen Reizen während der Regeneration des Muskels, wie auch des Bindegewebes.

Bei größeren Schnitten, Rissen etc- können Fibroblasten in das Muskelgewebe gelangen und diese produzieren Bindegewebe.
Wenn das geschieht ist das meist irreversibel und kann längere Zeit Probleme, wie Schmerzen verursachen.

Also, was heißt das ?
Wir wollen keinen bindegewebigen Umbau des Muskels, denn dadurch ist er nicht mehr so reaktionsfähig.
Das geschieht durch Mangel oder an fehlenden Belastungsreizen während der Regeneration.

Resümee:
Angepasstes Training unter Anleitung ,so  für wie möglich, unter Berücksichtigung der Physiologie und Funktion der jeweiligen Struktur.
Dies hilft dem Muskel sich zu regenerieren und wieder in seine Funktion zu kommen.