fbpx
Rückbildung – TV

Rückbildung – TV

 

Heute in der sechsten Folge von RÜBI TV beantworten wir Fragen zu folgenden Themen

  • Übungen zur Schließung der Rektusdiastase. Und was daran falsch ist. Aber bitte bedenkt bei Rektusdiastasen, kleinen Lücken Bauchwanddysfunktionen und anderen „Erscheinungen“, dass jeder Mensch sich anders bewegt und sich das Symptom anders äußern kann. Wir machen hier keine wissenschaftliche Fortbildung, sondern versuchen es dem Laien zu erklären. Zum Beispiel können die geraden Bauchmuskeln eine Lücke schließen, sie können sie aber auch aufdrücken. Um die Lücke zu schließen trainieren wir deshalb nicht forciert die geraden Bauchmuskeln. Die Lücke zu schließen ist auch nicht wirklich das Ziel. Wenn die geraden Bauchmuskeln fest sind, aber keine Spannung zwischendrin hergestellt werden kann, ist das noch nicht in Ordnung. Dann hat der Rumpf deswegen höchstwahrscheinlich nicht mehr Kraft. Es geht um die Stabilität in der Mitte. Das gesamte Thema RD abzuhandeln ist einfach zu groß, um es komplett in so einem Format zu bearbeiten. Aber wir tun unser Bestes 😊
  • Warum wird mein Beckenboden und mein Rücken nicht besser, wo ich doch so viel mache?
  • Postnatale Erschöpfung und Self Care
  • Singen nach der Geburt
  • Beckenbodenübungen, die zu viel Druck machen

RÜBI TV wird weiter gehen, aber höchstwahrscheinlich etwas anders. Sabine und ich brainstormen gerade über einen anderen Weg oder eine andere Plattform, um für Euch da zu sein und Eure Fragen zu beantworten.

Wir überlegen, wie wir in einem geschützten Rahmen alle Eure Fragen beantworten können.

Wir möchten die ganz „normalen“ Fragen auf jeden Fall weiter beantworten und noch viel tiefer in die Rückbildung einsteigen mit Euch.

Aber wir möchten auch die Fragen beantworten, über die man nicht so gerne spricht, die viele sich nicht trauen zu stellen oder für die die Öffentlichkeit kein Ohr hat. Themen, für die man öffentlich vielleicht „gedisst“ wird.

Viele Themen sprechen wir von uns aus auch schon gar nicht an, weil wir wissen, dass dann höchstwahrscheinlich wieder von irgendeiner Seite ein „Shitstorm“ kommt.

Das ist nicht schön und auch das behindert uns in unserer Aufklärung. Wir möchten niemandem auf den Schlips treten, aber manche Dinge sollte Frau einfach wissen.

Deshalb: Für mache Fragen und Themen möchten wir das „öffentliche“ Internet eben genau nicht nutzen, aber wir möchten trotzdem aufklären und für Euch da sein.

Auch Erlebnisse wie zum Beispiel Geburtstraumen, Gewalt unter der Geburt, Sex nach der Geburt und viele Themen mehr, die ins „Eingemachte“ gehen, brauchen einen etwas anderen Rahmen.

Wir wissen aus erster Hand von vielen Patientinnen, dass nicht immer alles sonnig und rosig ist, wenn man Mutter wird. Auch das möchte wahrgenommen werden und wir möchten die Rückbildung noch viel ganzheitlicher angehen.

Das sind nur einige Beispiele. Die Themen in der Rückbildung und im Leben sind ja unerschöpflich.

Für Sabine und mich gehört viel mehr zur Rückbildung als nur allein Übungen. 

Es bleibt also spannend und wir sind für alle Vorschläge und Themen von Euch offen und nehmen weiterhin gerne Eure Fragen entgegen.

Derweil arbeiten wir weiter an dem neuen Konzept für Euch und freuen uns über alle Eure Rückmeldungen.

Der Dammreizpunkt

Der Dammreizpunkt

Hast du davon schon einmal was gehört?

Aber du hast ihn bestimmt schon mal aktiviert. Sicherlich unbewußt. Den Dammreizpunkt kann man sehr gut im Beckenbodentraining einsetzten. Er hilft dir auch in der Rückbildungszeit!

Erkennst du dich wieder?

Du musst sehr nötig und kannst nicht zur Toilette.
Um diesem Drang zu widerstehen,  setzt dich dabei mit dem Damm  auf die Fersen, die ziehst deine Hose hoch oder du setzt dich auf eine feste Stuhllehne, um danach Erleichterung zu  spüren?

All diese Maßnahmen dienen dazu, den Damm – Reizpunkt zu aktivieren.
Was ist das?
Der Damm Reizpunkt ist liegt auf der Mitte des Dammes und trägt bei Stimulation durch Druck dazu bei die Spannung in der Beckenbodenmuskulatur zu erhöhen.
Durch die Erhöhung der Spannung wird die Blase entlastet und so schwindet der starke Drang.

Diesen Vorgang können wir uns zu Nutze mache, um  dadurch regulierend auf die Beckenbodenspannung Einfluss zu nehmen.

Hier kommt deine Anleitung, um dienen Beckenboden mit dieser Methode zu entspannen und zu regulieren.

1. Schritt
Lege dich am besten in Seitlage.
Stütze dein oben liegendes Bein mit einem Kissen ab.
Falls es nicht bequem ist, geht es auch in anderen Ausgangsstellungen, wie in der Badewanne oder entspannt im Bett.

2. Schritt
Mache zunächst zwei drei Atemzüge und stelle dir vor, wie sich mit der Einatmung dein Beckenboden senkt und mit der Ausatmung wieder zurückzieht.

3. Schritt
Nun drücke mit einem Finger auf die Mitte des Dammes.

4. Schritt
Mit der Einatmen Phase „lockst“ du  die Bewegung Richtung Finger.
Das Gewebe unter deinem Finger dreht sich leicht.
Mit der Ausatmung, natürlich auf CH zieht sich das Gewebe unter deinem Finger wieder Richtung Beckenraum zurück.

Mit dieser Übung kannst du deinen Beckenboden tonisieren.

Das heißt, dass du damit die Möglichkeit hast, die Spannung deinen Beckenboden auszugleichen.

Du willst gleich mal anfangen? dann mache meinen kostenlosen „Move your Pelvic-Floor“ Kurs!!

Beckenbodentraining

Hier entlang!

Viel Spaß dabei!
Ich bin gespannt, was du sagst!

Pee Stopp – Beckenbodentraining?

Pee Stopp – Beckenbodentraining?

Harnstopp auf der Toilette? ⁣Ist das Beckenbodentraining?
NO ❌ Pee Stop⁣

Eine „Übung“, die im Widerspruch zur Physiologie steht!⁣

Aus aktuellem Anlass muss ich mal etwas los werden. ⁣
In einem Magazin wird der „Pee Stop“ als Beckenbodenübung angepriesen. ⁣
Ich dachte, ich lese nicht richtig.

Diese Übung gehört in die Kategorie „unreflektiert, und absolut fragwürdig“

Schauen wir uns das mal genauer an:⁣

Der Beckenboden in seiner ganzen Vielfalt hat so viele Funktionen und muss sich permanent an unser Leben anpassen. ⁣
Wenn wir nun zur Toilette gehen, um uns zu entleeren, dann öffnet sich der Schließmuskel, der Beckenboden entspannt sich. ⁣
Nun gehen wir her und bremsen diesen Vorgang willkürlich. ⁣
Das ist nicht physiologisch! ⁣
Diese autonome Steuerung von der Wechselspannung der Blasenwand, die auch eine Muskulatur besitzt und der Verschlussmuskulatur wird irritiert. ⁣
Es geht da um nervale Fehlinformationen und falscher Koordination zwischen Blasen- und Schließmuskelaktivität.⁣

Um es einfach zu sagen: Mit dem Durchführen dieser Übung entwickelt sich zum einen ein starrer Tonus der Beckenbodenmuskulatur, zum anderen geht die automatische Tonusanpassung, verloren.⁣
Der Beckenboden ist EIN Reaktionsmuskel, KEIN Haltemuskel! ☝🏼⁣

Außerdem ist dieses leicht ziehende Gefühl danach nicht besonders erquickend.⁣

Nur der reaktionsreiche und reaktionsfähige Beckenboden garantiert die schnellen und Kontinenz sichernden Kontraktionen. ⁣

Im schlimmsten Fall, kann diese Übung die Symptome einer Inkontinenz verschlimmern und einen Hypertonus, also eine Verspannung hervorrufen, die nicht angenehm ist.⁣

Lediglich zum Test ist diese „Übung“ zu tolerieren….⁣

Also bitte, kein Harnstopp auf der Toilette zum Beckenbodentraining!⁣

Bei Fragen, könnt ihr mir gerne schreiben ☺️⁣

Beckenbodentraining – Tipps

Hohe Schuhe? Ich liebe sie!

Wenn du einen gesunden Beckenboden haben möchtest, dann ist es am besten, du läufst vor den hohen Schuhen weg!
Hohe Schuhe sind kein Beckenbodentraining!
Es ist am besten für deine Füße, deinen Beckenboden, deine Wirbelsäule….eigentlich für unseren ganzen Körper.
Ich weiß, sie sind wunderschön, aber für unsere Aufrichtung und die Biomechnalik nicht gut, eher schädigend.
Warum?
In hohen Schuhen verändert sich die Position der Fersen:
Sie sind erhöht, dass heißt für das Becken:

Das Becken ist geneigt, die Knöchelstellung ist nicht physiologisch und die Gewichtsverteilung des Fußes ändert sich.
Je höher die Ferse, desto mehr Druck auf kleinstem Raum.

Übermäßiger Gebrauch von High Heels kann zu Lenden- Beckenschmerzen, Fußschmerzen, Fußdeformationen und dem Risiko von Verletzungen des Bewegungsapparates führen.

Mehrere Studien haben gezeigt, dass eine stärkere Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur in der entgegengesetzten Richtung vorliegt.
Also barfuß oder flach und abrollen, ist ein Geheimnis eines funktionierenden Beckenbodens.


Außerdem reduzieren High Heel den venösen Rückstrom, dass heißt, die Durchblutung wird reduziert. Das wird das Becken nicht freuen, denn wir brauchen einen gute Durchblutung, damit alle Strukturen gut arbeiten können!

High Heels sind nicht zu empfehlen bei tiefen Beckenschmerzen, Erkrankungen des Beckenbodens und bei Fußproblemen.

Wenn du dich fragst, was du nun tun sollst?
Eine gute Nachricht:
Reduziere die Zeit in den High Heels oder senke die Absatzhöhe, wann immer du kannst, laufe barfuss und genieße es! Es ist toll!

Hast du Erfahrungen mit Beckenproblemen in hohen Schuhen?
Lass es mich wissen!

Drei Tipps für den Alltag bei Blasenschwäche

Drei Tipps für den Alltag bei Blasenschwäche

Beckenbodentraining hört sich schwerer an, als es ist. ⁣

Heute verrate ich Euch 3 Beckenboden-Tricks für den Alltag:⁣

👉🏻 Dreht Euren Kopf beim Husten und Niesen zur Seite. Dadurch hustet ihr über die Schulter und der Druck im Bauchraum wird verringert. Dadurch hat Euer Beckenboden schlichtweg weniger Stress. ⁣

👉🏻 Stellt Euch vor, ihr lutscht ein Bonbon.⁣
Wenn ihr unterwegs seid und das Gefühl habt, dass ihr dringend auf die Toilette müsst und die nächste Toilette aber gefühlt am anderen Ende der Stadt ist, dann lutscht einfach ein imaginäres Bonbon.⁣
Durch die Stimulierung des Gaumens mit der Zunge löst ihr einen Reflex aus, der den Harndrang verringert und schon schafft ihr es entspannt bis zur nächsten Toilette.⁣

👉🏻 Geht aufrecht. ⁣
Ein aufrechter Gang hilft Eurem Beckenboden. Bei einer gebückten Haltung werden Eure Organe auf den Beckenboden gedruckt und Euer Becken kann sich nicht aufrichten. Beim Gehen solltet ihr also immer Euren Oberkörper strecken und die Knie locker lassen.⁣
Und noch ein kleiner Hinweis am Rande:⁣
Achtet z.B. beim Schieben des Kinderwagens darauf, dass ihr Euren Fuß bewusst mit dem Ballen vom Boden abdrückt und beim Absetzen weich mit der Ferse aufsetzt.⁣